Mangan – Vitamine Tipps – Alles über Vitamine

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In den folgenden Absätzen möchten wir Ihnen das Spurenelement Mangan vorstellen, das eines der unbekannteren Spurenelemente im menschlichen Körper darstellt. Zunächst wird etwas Allgemeines über Mangan und seine Verwendung erklärt, dann wird auf die Aufnahme und Speicherung und zuguterletzt auf die Lebensmittel, in denen Mangan vorkommt, eingegangen, sowie auf die Gefahr einer möglichen Über- oder Unterdosierung.

Mangan ist ein chemischer Stoff mit dem Kürzel Mn und der Ordnungszahl 25. Es handelt sich um ein Übergangsmetall, das dem Element Eisen nicht unähnlich ist. Mangan kommt als Spurenelement auch im menschlichen Körper vor und ist dort ein essentielles, also lebenswichtiges, Spurenelement (dies gilt im übrigen auch für Tiere). Es spielt aber auch in der Pflanzenwelt und dort vor allem in der Photosynthese eine Rolle.

Im Körper von Säugetieren findet Mangan bei Stoffwechselprozessen, bei der Bildung von Enzymen (insbesondere bei Superoxid-Dismutase, das bei der Zellatmung entstehende Stoffe entgiftet) und bei der Übertragung von Elektronen (sogenannte Redoxreaktionen) im Körper Verwendung. Es dient beispielsweise auch der Entgiftung von Ammoniak. Zusätzlich dazu, dass Mangan Bestandteil einiger wichtiger Enzyme wie der Lewis-Säure ist, dient es auch als Cofaktor und Aktivator diverser anderer Enzyme, beispielsweise für Glycosyltransferase bei der Zuckerverstoffwechslung. Eine wichtige Rolle spielt Mangan somit auch im Stoffwechsel von Kohlenhydraten.

Aufnahme und körperinterne Speicherung

Die Aufnahme des Spurenelements Mangan wird (ähnlich wie beim Eisen, das ja ebenfalls ein Übergangsmetall ist) im Dünndarmbereich, genauer gesagt im Zwölffinger- und Leerdarm, durchgeführt. Über die dabei ablaufenden Prozesse ist noch nicht viel bekannt. Einmal aufgenommen, wird das Mangan entweder frei oder gebunden an Proteine des Blutplasmas (alpha-2-Makroglobuline) aus dem Darm zur Leber befördert.

Ein Teil des Mangans verbleibt in der Leber, Mangan wird aber zur Speicherung auch in andere Bereiche wie Knochen, Nieren, Hypophyse, Darmschleimhaut und die Bauchspeicheldrüse transportiert. Kleinere Mengen sind auch in Haar, Muskeln, Milchdrüsen und sogar im Schweiß zu finden. Im Durchschnitt sind zwischen 10 und 40 Milligramm Mangan im menschlichen Körper vorhanden. Dabei weisen beispielsweise Kinder, oder auch junge Tiere, eine im Vergleich zu Erwachsenen höhere Mangankonzentration im Gehirn auf.

Innerhalb der Zellen kommt Mangan in den Mitochondrien (den zellulären “Kraftwerken”), im Zellkern und in den Lysosomen vor.

In welchen Lebensmitteln kommt Mangan vor, und in welcher Menge wird es benötigt?

Ausgezeichnete Quellen für das Spurenelement Mangan sind vegetarische Lebensmittel wie Getreide (Haferflocken, Leinsamen, Weizenkeime, auch Roggenvollkornbrot), Haselnüsse, Sojabohnen, Reis oder Heidelbeeren, wobei tierische Lebensmittel wie Fleisch oder Eier eher weniger Mangan liefern. Auch Schwarzer Tee enthält das Spurenelement Mangan. Mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung nimmt der durchschnittliche Deutsche also bereits eine große Menge des Spurenelements auf.
Ein Manganmangel kommt hierzulande sehr selten vor, denn der empfohlenen Tagesdosis von einem Milligramm steht eine durchschnittliche Einnahme von zweieinhalb Milligramm gegenüber.

Manganmangelsymptome könnten u.a. Skelettveränderungen, Stoffwechseldefekte und Wachstumsstörungen sein. Im Regelfall ist aber die Aufnahme des Spurenelements Mangan ausreichend, so dass Mangan nicht über Nahrungsergänzungsmittel oder Ähnliches zugeführt werden muss. Eine erhöhte Zufuhr kann sogar zu toxischen Wirkungen führen – empfohlene Höchstaufnahmegrenzen sind bei Erwachsenen 11 Milligramm pro Tag bzw. bei älteren oder leberkranken Menschen höchstens 8,7 Milligramm pro Tag. Dabei kann die Aufnahme von Mangan beispielsweise auch über die Wasserzufuhr (die Mangatkonzentration im Leitungswasser unterscheidet sich regional) erfolgen. Daher darf bei Trinkwasser der Höchstwert von 0,05 Milligramm Mangan per Liter nicht überschritten werden.

Die durchschnittliche Manganaufnahme liegt pro Tag bei 2,5 Milligramm. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es in Verbindung mit der Aufnahme bestimmter anderer Lebensmittel wie z.B. Calcium, Magnesium oder Eisen zu einer verminderten Rezeption von Mangan kommen kann. Dabei ist besonders der Eisenhaushalt ausschlaggebend für eine verminderte oder erhöhte Resorption des Spurenelementes Mangan. Auch bestimmte Medikamente und eine Ernährung mit vielen raffinierten Kohlenhydraten, wie sie in Weißmehlprodukten und Süßwaren enthalten sind, können die Aufnahme von Mangan negativ beeinflussen.

Alles in allem spielt Mangan für den menschlichen Körper eine wichtige Rolle. Dass das Element dennoch relativ unbekannt ist, hat es wahrscheinlich dem Umstand zu verdanken, dass zusätzlich zur normalen Ernährung in der Regel kein Mangan zugeführt werden muss, weshalb es nicht in Form von Nahrungsergänzungsmitteln konsumiert (und somit beworben) werden muss.

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